Unsere Intensive
Sozialpädagogische Einzelmaßnahme (ISE) auf Teneriffa
ist ein optionales pädagogisches Angebot, das wir nur
im Ausnahmefall und auf ausdrückliche Nachfrage
schalten. Es ist für junge Menschen geeignet, deren
schulische / berufliche Integration bisher noch nicht
erreicht worden ist und die mit “normalen”
pädagogischen Mitteln nicht oder nicht mehr erreichbar
sind. Oft erschwert auch das derzeitige soziale Umfeld
eine Verhaltensänderung erheblich.
Der Pico del Teide
Die Betreuung in der
ISE-Maßnahme findet in Gastfamilien statt. Hierbei
handelt es sich um deutsche Familien, die als
sogenannte „Residentes” schon länger auf
Teneriffa leben und sich sowohl sozial als auch
beruflich in das dortige Gemeinwesen integriert haben.
Die Gastfamilien leben in aller Regel weit weg von den
touristischen Zentren Teneriffas in relativer
Abgeschiedenheit oder in größtenteils von Einheimischen
bewohnten Orten. Meistens hat mindestens ein
Familienmitglied eine pädagogische Ausbildung oder
Erfahrung in sozialer Arbeit. Ebenso wichtig ist für
uns, dass die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen
nicht die einige Erwerbsquelle der jeweiligen Familie
darstellt.
Die sprachliche Barriere, das völlig veränderte soziale
und kulturelle Umfeld sowie das angewiesen sein auf
Erwachsene sind Faktoren, die den Jugendlichen neue
Erfahrungen vermitteln und die pädagogische Arbeit mit
ihnen in hohem Maße positiv beeinflussen können.
Pädagogisch konzentriert sich die ISE-Maßnahme im
Wesentlichen auf das (Neu)-Erlernen einer einfachen,
durch Arbeitsprojekte geprägten Tagesstruktur. Das
primäre Ziel der ISE-Maßnahme ist den Jugendlichen
zunächst ein Vertrauensgefühl zu geben, gegenseitiges
Vertrauen zu entwickeln und ihnen einen stabilen,
tragfähigen Background zu bieten, der ihnen Sicherheit
geben soll. Durch respektvollen Umgang, Akzeptanz und
Anerkennung soll das Selbstvertrauen der Jugendli-chen
gestärkt und Sozialverhalten nachhaltig positiv
beeinflusst werden.